Damit du nach dem nächsten Langstreckenflug nicht aussiehst wie ein zerknittertes Bordmagazin, sondern halbwegs frisch am Ziel aus dem Flieger steigst, habe ich dir meine besten Flug Hacks zusammengeschrieben. Du erfährst, wie du schon bei der Buchung die Weichen auf bequem stellst, wie du dich vor dem Abflug clever vorbereitest und welche Handgepäck Gadges du wirklich dabei haben solltest, statt nur „zur Sicherheit“ mitzuschleppen. Außerdem zeige ich dir, wie du die Zeit in der Luft schneller rumkriegst, wie Schlaf im Sitzen plötzlich nicht mehr wie ein Mythos klingt und welche kleinen Tricks ich auf unzähligen Reisen gesammelt, getestet und für gut befunden habe.
Inhaltsverzeichnis
Flug suchen wie ein Profi
Den besten Flug zu finden ist manchmal wie Online Dating: Du willst das perfekte Match, aber nach zehn Minuten hast du 25 Tabs offen, zweifelst an allem und fragst dich, warum es ausgerechnet dienstags teurer ist als samstags. Damit du dir diesen Nervenkram sparst, gibt es zwei Wege: Entweder du lässt dich im Reisebüro beraten, sozusagen Premium Service mit menschlichem Filter. Oder du machst es selbst und jagst die Angebote über eine Flugsuchmaschine wie Skyscanne durch den Preis Check. Ich nutze Skyscanner und Google Flights seit Jahren, weil du dort schnell siehst, welche Verbindung Sinn macht und wo der Preis gerade fair ist und wo er einfach nur so tut, als wäre er Business Class. Oft macht es auch Sinn einfach mal bei einer Flugesellschaft direkt vorbei zu schauen.
Wenn du die Wahl hast, nimm einen Nonstop Flug. Ja, manchmal kostet er ein bisschen mehr, aber dafür sparst du dir den Umstieg Stress, das Gate Sprint Training und die extra Portion Nervenkitzel, ob dein Koffer beim Zwischenstopp jetzt wirklich mitkommt oder lieber ein Wochenende allein in irgendeinem Flughafenhotel verbringt. Jeder Umstieg ist eine neue Gelegenheit für Chaos, und ehrlich gesagt braucht niemand zusätzliches Drama, wenn man sowieso schon acht bis zwölf Stunden in einer Alu Röhre sitzt.
Auch clever: Denk über einen Nachtflug nach. Wenn du abends einsteigst, kannst du zumindest versuchen zu schlafen und kommst morgens an, statt mitten am Tag komplett zerlegt irgendwo aufzuschlagen. Für den Biorhythmus ist das oft angenehmer, weil dein Körper eher in Richtung neuer Zeit rutscht, ohne dass du den ersten Urlaubstag wie ein Zombie auf Koffein verbringst.
Und jetzt der kleine Geheimagent Trick aus der Kategorie „ich probier’s einfach mal“: Checke Preise zu ungewöhnlichen Zeiten. Viele schauen zwischen zwei und vier Uhr nachts, weil dann weniger los ist und manche Deals plötzlich besser aussehen. Garantie gibt es keine, aber manchmal lohnt es sich. Wenn du richtig experimentierfreudig bist, kannst du auch mal mit VPN oder im privaten Modus suchen. Ob das immer etwas bringt? Nein. Ob es ab und zu einen Unterschied machen kann? Ja. Und wenn es klappt, fühlst du dich kurz wie ein Reisehacker auf Profi Niveau, obwohl du eigentlich nur im Schlafanzug am Laptop sitzt.
Sitzplatz Wahl mit Köpfchen, damit du nicht leidest
So wählst du im Flieger den besten Platz, ohne später leise in deine Bordkarte zu weinen
Sitzplatzwahl im Flugzeug klingt nach einem kleinen Klick im Buchungsprozess. In Wahrheit ist es eine Entscheidung mit Langzeitwirkung. Du verbringst dort mehrere Stunden, manchmal fast einen ganzen Tag, und dein Sitzplatz bestimmt, ob du entspannt ankommst oder ob du nach der Landung aussiehst, als hättest du eine Woche auf einem Klappstuhl gewohnt. Gute Nachricht: Mit ein paar durchdachten Tricks wird aus „irgendwo in Reihe 37“ ein Platz, der zu deinem Reise Stil passt.
Erstmal ehrlich, was willst du eigentlich
Bevor du irgendeine Reihe anklickst, klär eine Sache: Was ist dein Ziel auf diesem Flug. Willst du schlafen. Willst du möglichst oft aufstehen. Willst du Ruhe. Oder willst du einfach nur nicht zwischen zwei Menschen zu sitzen, die beide ihren Ellenbogen als Gebietserweiterung verstehen.
Wenn du das weißt, wird die Sitzplatzwahl plötzlich einfach.
Fensterplatz, der Klassiker für Menschen, die ihre Ruhe lieben
Der Fensterplatz ist der Favorit von allen, die auf Langstrecke möglichst wenig Kontakt mit fremden Kniegelenken wollen. Du kannst dich anlehnen, hast eine feste Seite, und niemand muss über dich drüber, wenn er zur Toilette will. Perfekt, wenn du schlafen möchtest oder einfach gern in die Wolken guckst und so tust, als wärst du in einem Reisefilm.
Der Nachteil ist klar: Wenn du zur Toilette musst, musst du entweder sehr höflich sein oder sehr bestimmt. Und du brauchst Menschen, die mit „Entschuldigung“ umgehen können.
Ideal für: Schlafen im Flugzeug, Ruhe, Serien bingen ohne ständige Unterbrechung
Gangplatz, die Wahl für Freiheit und schnelle Fluchtwege
Der Gangplatz ist für alle, die gern die Beine strecken, öfter aufstehen oder einfach nicht das Gefühl mögen, eingeklemmt zu sein. Du kommst leichter raus, kannst öfter mal kurz gehen, und wenn du zu schweren Beinen neigst, ist das ein echter Vorteil. Außerdem musst du niemanden wecken, wenn du nachts kurz zur Toilette willst. Du bist praktisch der Mensch mit der Notausgang Mentalität, nur ohne Drama.
Der Nachteil: Du wirst eher angerempelt. Trolleys, Rucksäcke, Menschen, die im Gang stehen bleiben und „nur kurz“ irgendwas suchen. Dein Ellbogen lebt am Limit.
Ideal für: Bewegung, häufiges Aufstehen, weniger eingesperrt fühlen
Mittelplatz, auch bekannt als Charaktertraining
Der Mittelplatz ist nicht „auch okay“. Der Mittelplatz ist eine Lektion in Demut. Du hast keinen Fenster Bonus, keinen Gang Bonus, aber sehr oft zwei Nachbarn, die beide denken, die Armlehne in der Mitte sei ein gemeinsames Kulturgut.
Wenn du Mittelplatz vermeiden willst, gibt es eine Strategie: Buche früh oder wähle bewusst Reihen, die weniger beliebt sind. Manche Airlines zeigen in der Sitzplatzkarte, welche Plätze bereits belegt sind. Wenn du siehst, dass links und rechts viele Plätze frei sind, kann ein Mittelplatz kurzfristig mal taktisch sein, weil die Chance besteht, dass der Sitz neben dir frei bleibt. Das ist allerdings Glücksspiel und sollte nicht deine einzige Lebensstrategie werden.
Ideal für: Mutige Menschen, die nichts mehr spüren
Notausgangsreihe, die große Beinfreiheit mit kleinen Regeln
Notausgang klingt nach Business Class Gefühl in Economy. Und ja, mehr Beinfreiheit ist fantastisch. Aber die Notausgangsreihe hat Bedingungen. Du musst fit sein, bestimmte Aufgaben übernehmen können und oft darfst du dort keine kleinen Kinder haben. Außerdem sind die Armlehnen manchmal fix, und je nach Flugzeug ist der Bildschirm im Armrest. Das kann beim Schlafen okay sein, aber beim Sitzen je nach Körperbau ungewohnt.
Wenn du groß bist oder einfach mehr Raum brauchst, ist das eine der besten Optionen.
Ideal für: Große Menschen, lange Beine, Komfort in Economy
Bulkhead Plätze, vorne an der Trennwand
Diese Plätze sind oft in der ersten Reihe einer Kabinen Sektion. Du hast keinen Sitz vor dir, also mehr Platz nach vorne. Klingt super, ist es oft auch. Aber: Häufig ist dort der Platz für Baby Bassinets. Wenn du Pech hast, sitzt du also sehr nah an der Kategorie „Baby entdeckt seine Stimme“. Außerdem sind die Armlehnen oft fest und das Handgepäck muss beim Start und bei der Landung komplett in die Ablage, weil nichts vor dir verstaut werden darf.
Wenn du Ordnung liebst und Beinfreiheit willst, kann es trotzdem ein Top Deal sein.
Ideal für: Mehr Raum nach vorn, kein Sitz im Gesicht
Ganz hinten sitzen, unterschätzt aber manchmal genial
Viele meiden die letzten Reihen, weil sie schneller raus wollen. Verständlich. Aber hinten kann Vorteile haben. Manche Flüge sind nicht ausgebucht und hinten bleiben eher mal Sitze frei. Außerdem bist du oft näher an einer Toilette, was praktisch ist, wenn du viel trinkst. Der Nachteil: Nähe zur Toilette heißt auch mehr Laufverkehr und manchmal Gerüche, die du nicht bestellt hast.
Tipp: Wenn du hinten buchst, versuch nicht direkt neben Toilette und Galley zu sitzen, sondern ein paar Reihen davor.
Ideal für: Spontane, die auf freie Sitze hoffen, Nähe zur Toilette
Die Karten Tricks, die wirklich was bringen
Erstens: Schau dir den Sitzplan an, bevor du zahlst. Manche Plätze sehen gut aus, sind es aber nicht, weil ein Sitz aus technischen Gründen nicht zurücklehnen kann oder weil dort eine Box unter dem Sitz ist, die deinen Fußraum frisst.
Zweitens: Vermeide Plätze direkt an Toilette und Küche, wenn du Schlaf willst. Das ist wie im Hotel ein Zimmer direkt neben der Eismaschine zu nehmen und zu hoffen, dass niemand nachts Eis möchte.
Drittens: Wenn du zu Jetlag neigst, priorisiere Schlaf. Dann ist Fenster meist sinnvoller als Gang, weil du weniger unterbrochen wirst.
Viertens: Wenn du Angst hast, dich eingeengt zu fühlen, nimm Gang. Dein Kopf wird ruhiger, wenn dein Körper das Gefühl hat, er kann raus.
Mein Fazit
Der beste Sitzplatz im Flugzeug ist nicht für alle gleich. Der beste Platz ist der, der zu deinem Plan passt. Fenster für Schlaf und Ruhe, Gang für Freiheit und Bewegung, Notausgang für Beinfreiheit, Bulkhead für Raum nach vorn, und Mittelplatz nur, wenn du gerade deine mentale Stärke testen willst. Wenn du diese Logik einmal verstanden hast, klickst du beim nächsten Langstreckenflug nicht mehr blind irgendeine Reihe an, sondern wählst bewusst. Und genau das ist der Unterschied zwischen „irgendwie ankommen“ und „halbwegs frisch aussteigen“.
Essen an Bord nicht dem Zufall überlassen
Flugzeugessen ist auf Langstrecke ein eigenes Abenteuer. Du steigst ein, bist noch motiviert, denkst an Filme, Schlaf und Ankunft. Und dann kommt irgendwann der Bordwagen um die Ecke und plötzlich hängt dein ganzes Wohlbefinden an der Frage, ob es heute „okay“ wird oder ob du wieder das Gefühl hast, du isst ein Rätsel in Aluschale. Das Problem ist nicht nur der Geschmack. Hunger im Flieger macht müde, gereizt und erstaunlich unflexibel, vor allem, wenn du noch mehrere Stunden vor dir hast. Genau deshalb solltest du das Thema Essen an Bord nicht dem Zufall überlassen, sondern es wie ein kleines Komfort Projekt behandeln. Einmal schlau geplant und du bist deutlich entspannter unterwegs.
Bei vielen Airlines kannst du schon bei der Flugbuchung dein Essen auswählen. Das klingt nach einem kleinen Klick, ist aber für Vegetarier, Veganer oder Menschen mit Unverträglichkeiten ein echter Gamechanger. Wenn du diese Option verpasst, kann es passieren, dass du an Bord nur zwischen Fleisch oder Fisch wählen darfst und das war es dann auch schon mit tierleidfrei oder magenfreundlich. Ausgerechnet bei Swiss Air und Air India habe ich erlebt, dass vegetarische Mahlzeiten standardmäßig verfügbar waren. Bei vielen anderen Airlines würde ich mich darauf nicht verlassen, weil „es gibt bestimmt was“ im Flugzeug leider nicht immer stimmt.
Wenn du ein Sondermenü bestellst, kommt der nächste Vorteil: Du bekommst dein Essen meist als erstes serviert. Das fühlt sich kurz nach Business Class an, bis du merkst, dass vegetarische Menüs bei manchen Airlines offenbar nach dem Motto gebaut werden: Wir machen es gesünder, indem wir alles Gute weglassen. Ich schwöre, ich saß schon so oft im Flieger und habe neidisch auf den Schokokuchen, das Eis, die Schokolade, den Joghurt, die Butter und das Stück Käse meines Sitznachbarn geschielt, der das Fleischgericht gewählt hatte. Mein Sondermenü kam dagegen mit dem Charme eines sehr motivierten Salatblattes. Warum das so ist, weiß vermutlich nur das Bord Catering Komitee, das irgendwo heimlich entscheidet, dass vegetarisch gleichbedeutend mit „ohne Freude“ sein muss.
Wenn du das Plastikessen im Flieger nicht magst, eine spezielle Diät einhältst oder einfach weißt, dass du nach einer Portion Bordpasta noch nicht mal ansatzweise zufrieden bist, dann mach es wie die Profis:
Bring dir eigenes Essen mit. Das ist auch dann genial, wenn der Flug länger ist, die Snacks zwischen den Mahlzeiten dünn ausfallen oder du genau in dem Moment Hunger bekommst, in dem das Kabinenlicht auf Nachtmodus geschaltet wird und niemand mehr irgendwas servieren will.
Erlaubt ist dabei fast alles, was nicht flüssig ist oder so cremig, dass es an der Sicherheitskontrolle sofort als „Könnte eine Flüssigkeit sein“ eingestuft wird. Joghurt, Quark, Pudding oder Smoothies sind also meistens keine gute Idee. Wenn du dich auf Nummer sicher setzen willst, nimm Lebensmittel mit, die stabil sind, satt machen und nicht auslaufen. Belegte Brote funktionieren fast immer. Äpfel sind der Klassiker, weil sie frisch machen und nicht kompliziert sind. Nüsse, Snacks oder Müsliriegel sind perfekt als schnelle Rettung, wenn du merkst, dass dein Magen gerade ein Meeting einberufen hat.
Wenn du zuhause genug Zeit hast, kannst du auch etwas mitnehmen, das sich nach echtem Essen anfühlt. Ein frischer Kartoffelsalat, Nudelsalat oder ein anderes Gericht, dass man gut mitführen kann sind top, weil du damit nicht nur satt wirst, sondern auch das Gefühl hast, du hast den Flug kulinarisch selbst in der Hand. Ein kleiner Tipp: Denk beim Packen auch an deine Sitznachbarn. Sehr geruchsintensive Speisen sind im Flugzeug ungefähr so beliebt wie laute TikTok Videos ohne Kopfhörer.
Am Ende ist es ganz einfach: Wenn dir Essen wichtig ist, plan es wie deinen Sitzplatz. Schau schon bei der Buchung, ob du ein Menü auswählen kannst, bestell bei Bedarf ein Sondermenü rechtzeitig vorab und pack dir ein kleines Snack Backup ins Handgepäck. Dann bist du nicht dem Zufall ausgeliefert, sondern hast die Kontrolle. Und genau das macht Langstrecke angenehmer, weil du nicht nur irgendwie ankommst, sondern auch ohne schlechte Laune und ohne Notkäufe am Bordwagen.
Kleidung wie eine Wolldecke, nur gesellschaftsfähig
Ich mache jedes Mal denselben Anfängerfehler: Ich fliege in eine warme Destination und denke mir beim Packen, dass ich im Flugzeug bestimmt auch „sommerlich“ unterwegs sein kann. Spoiler: kann ich nicht. Denn manche Airlines stellen die Klimaanlage auf eine Temperatur, bei der man sich fragt, ob der Pilot aus Versehen die Route zum Nordpol gewählt hat. Plötzlich sitze ich da, in dünnem Outfit, und würde für ein Paar Socken ungefähr alles unterschreiben.
Die beste Lösung ist deshalb ganz klar der Zwiebellook. Mehrere Schichten übereinander, die du je nach Kabinenklima an und ausziehen kannst, ohne dass du dich komplett umziehen musst. So bist du vorbereitet, egal ob es im Flieger angenehm ist oder ob du dich fühlst wie in einem sehr gut belüfteten Kühlschrank. Ein warmer Kuschelpullover gehört für mich genauso ins Handgepäck wie ein Paar dicke Socken, weil kalte Füße auf Langstrecke einfach schlechte Laune machen. Und Kleidung sollte vor allem eins sein: bequem. Nichts, wirklich nichts, ist so unnötig wie eine hautenge Jeans nach acht Stunden Sitzen. Das ist kein Outfit, das ist ein Selbsttest.
Ich mache es meist so: Ich trage eine Leggings, die nicht kneift und in der ich auch sitzen kann, ohne dass irgendwo etwas einschneidet. Darunter verstecke ich Kompressionsstrümpfe, damit die Durchblutung mitspielt und die Beine nach dem Flug nicht aussehen, als hätten sie ein eigenes Gewichtstraining gemacht. Obenrum nehme ich ein weites, längeres Oberteil, damit alles entspannt bleibt. Darüber kommt ein dicker Pullover oder eine bequeme Jacke und als Extra Joker ein großes Halstuch. Das Ding ist im Flugzeug ungefähr alles gleichzeitig: Schal, Decke, Kopfkissen Ersatz und manchmal auch Sichtschutz, wenn du einfach nur deine Ruhe willst.
Hydration first, sonst landest du als Rosine
Auf Langstrecke ist Wasser dein bester Freund, auch wenn er ein bisschen langweilig wirkt. In der Flugzeugkabine ist die Luft nämlich extrem trocken und dein Körper merkt das schneller, als dir lieb ist. Du fühlst dich schlapp, bekommst trockene Lippen und wunderst dich, warum deine Haut plötzlich so tut, als wäre sie aus Papier. Die Lösung ist simpel: trinken, trinken, trinken. Am besten stilles Wasser, ungesüßter Kräutertee oder eine leichte Saftschorle. Alles, was hydratisiert, ohne dich danach noch durstiger zu machen.
Ich versuche schon vor dem Boarding ordentlich vorzuladen und trinke, wenn es klappt, ungefähr einen Liter Wasser, bevor ich überhaupt im Sitz versinke. Dabei hilft mir meine wiederverwendbare Flasche, die ich vor der Sicherheitskontrolle leer mache und danach direkt wieder auffülle. Wenn ein Flughafen Wasserspender hat, ist das wie ein kleiner Jackpot, weil du kostenlos nachfüllen kannst und nicht das Gefühl hast, du müsstest einen Kredit aufnehmen, nur um nicht zu verdursten. Leider gibt es immer noch Flughäfen, die nach der Sicherheitskontrolle Wasserpreise aufrufen, bei denen man kurz überlegt, ob man stattdessen einfach die Bordkarte isst. Ganz ehrlich, Wasser sollte kein Luxusartikel sein. Positiv aufgefallen sind mir übrigens die Duty Free Shops in Köln und Frankfurt, dort gibt es mittlerweile kleine Wasser Tetrapacks für rund einen Euro. Das ist fair und vor allem realistisch.
Und ja, jetzt kommt der Teil mit Kaffee und Alkohol. Eigentlich wäre es schlau, während des Langstreckenfluges eher sparsam damit zu sein, weil beides dich zusätzlich austrocknen kann. Aber ich bin auch nicht hier, um dir das Leben zu vermiesen. Wenn ich nicht alleine reise, gönne ich mir auch mal einen Gin Tonic über den Wolken oder ein Glas Wein zum Essen. Der Trick ist nur: gleich danach wieder Wasser hinterher, damit dein Körper nicht komplett beleidigt ist.
Extra Tipp, der wirklich praktisch ist: Wenn du eine leere Thermosflasche dabei hast, kannst du das Kabinenpersonal freundlich fragen, ob sie dir heißes Wasser einfüllen. Ich nehme mir oft ein oder zwei Teebeutel von zuhause mit, weil ich keinen Schwarztee mag und im Flieger gefühlt immer nur Schwarztee existiert. So habe ich meinen eigenen Tee, spare Geld und tue gleichzeitig so, als hätte ich mein Leben im Griff, obwohl ich seit fünf Stunden schief sitze.
Noch ein kleiner Bonus Hack: Ich nehme auf Langstrecke gern Elektrolyte mit, zum Beispiel als Pulver oder Brausetablette. Das ist sinnvoll, weil dein Körper nicht nur Wasser verliert, sondern auch Mineralstoffe, die für Flüssigkeitshaushalt und Wohlbefinden wichtig sind. Gerade wenn du viel trinkst, wenig isst, durch Klimaanlage und Stress schneller schlapp wirst oder dir doch einen Kaffee, Wein oder Gin Tonic gönnst, können Elektrolyte helfen, dass die Flüssigkeit besser „ankommt“ und du dich weniger matschig fühlst. Einfach in die Flasche geben, kurz schütteln und du hast eine unkomplizierte Unterstützung für den Kreislauf, ohne dass du dafür irgendwas Kompliziertes machen musst.
Bewegung im Flugzeug
Wenn du auf Langstrecke stundenlang sitzt wie eingefroren, meldet sich dein Körper irgendwann mit einer sehr deutlichen Beschwerde Mail. Damit deine Glieder locker bleiben, Verspannungen gar nicht erst zum Dauerthema werden und du nebenbei auch das Risiko einer Reisethrombose senkst, solltest du dich im Flieger regelmäßig bewegen. Nicht wie im Fitnessstudio, eher wie ein Mensch, der unauffällig wieder in Gang kommen will.
Wenn du am Fenster sitzt oder dich einfach nicht alle zehn Minuten an deinen Sitznachbarn vorbeiquetschen willst, kannst du schon auf deinem Platz einiges machen. Lass den Kopf langsam kreisen, roll die Schultern, kreise die Füße und zieh die Beine abwechselnd leicht an. Sieht von außen aus wie „ich sitze ganz normal hier“, fühlt sich aber an wie ein kleines Reset für Nacken und Beine.
Noch besser wird’s, wenn du zwischendurch wirklich kurz aufstehst. Ein paar Schritte durch den Gang, einmal richtig strecken und du wirst merken, wie der Kreislauf wieder anspringt. Ich stelle mich dafür gern kurz an einen freien Bereich, zum Beispiel in die Nähe vom Notausgang oder vor die Waschräume, und mache dort ein Mini Programm: Schultern kreisen, Fersen anheben, Arme und Beine lang machen, einmal so strecken, als würde ich gerade versuchen, die Decke des Flugzeugs zu berühren. Das sind nur kleine Bewegungen, aber sie bringen das Blut in Schwung und sorgen dafür, dass du nicht komplett steif am Ziel ankommst.
Frischekick über den Wolken
ür mich gibt es auf einem Langstreckenflug kaum etwas Befriedigenderes, als nach dem Schlaf einmal kurz ins Bad zu verschwinden und mich wieder auf „funktioniert“ zu stellen. Aber bevor ich überhaupt aufstehe, kommt der wichtigste Schritt direkt am Platz: Wasser trinken, am besten mit Elektrolyten. Das ist für mich der schnellste Weg, damit der Kreislauf wieder anspringt und ich mich nicht fühle wie eine zerknitterte Bordkarte.
Danach wecke ich den Körper kurz auf, ganz ohne großes Programm: Schultern kreisen, den Nacken sanft bewegen, Füße kreisen, Fersen anheben. Einfach ein paar Sekunden Bewegung, damit Blut und Muskeln wieder merken, dass sie noch einen Job haben und ich nicht wie ein zusammengefalteter Campingstuhl aus dem Sitz steigen muss.
Dann geht’s für den Frischekick in den Waschraum. Ich habe dafür immer einen kleinen Beutel griffbereit, weil ich garantiert keine Lust habe, halb schlafend im Handgepäck zu wühlen wie auf Schatzsuche. Drin sind nur die Dinge, die wirklich einen Unterschied machen: Zahnbürste plus kleine Zahnpasta oder Zahnputztabletten, Erfrischungstücher, Gesichtscreme, Lippenpflege und eine reichhaltige Handcreme. Dazu nehme ich gern ein kühlendes Augengel, weil die Augen nach dem Schlaf im Flieger oft aussehen, als hätten sie gerade eine Doppelschicht gefahren, und ein Deostick, damit ich mich danach wieder wohlfühle.
Bei der Pflege halte ich es simpel, aber hochwertig. Ich nutze seit Jahren Produkte von Alverde, Garnier und Dr. Hauschka, weil es Kosmetik ist, die es in praktischen Reisegrößen gibt und die ich auch zuhause verwende. Dadurch fühlt sich das Ganze nicht nach Notlösung an, sondern wie ein kleiner Reset.
Wenn ich zurück am Platz bin, gibt’s nochmal ein paar Schlucke Wasser, kurz strecken, tief durchatmen und plötzlich bin ich wieder ein Mensch, der sogar noch lächeln könnte. Genau dieses Mini Ritual macht den Unterschied, weil du nicht einfach nur aufwachst, sondern wirklich frisch neu startest.
Mini Survival Kit fürs Handgepäck
Ich sage es dir, wie es ist: Auf Langstreckenflügen ist dein aufgegebenes Gepäck manchmal ein bisschen zu abenteuerlustig. Vor allem bei Umstiegen steigt die Chance, dass dein Koffer entscheidet, schon mal ohne dich am Ziel einzuchecken oder irgendwo im System eine Pause einzulegen. Deshalb packe ich mir fürs Handgepäck immer ein kleines Notfallpaket. Nicht weil ich dramatisch bin, sondern weil ich keine Lust habe, die ersten Urlaubstage in Improvisationsmode zu verbringen.
Die Idee ist simpel: In dieses Notfallpaket kommen alle Dinge, mit denen du im Ernstfall ein paar Tage überbrücken kannst. Stell dir vor, dein Koffer kommt erst später nach oder du musst spontan Ersatz kaufen. Dann willst du zumindest nicht komplett blank dastehen. Wenn du in eine warme Destination fliegst, sind ein bis zwei leichte Outfits sinnvoll, plus Badesachen und Flip Flops. Denn nichts schreit so sehr nach „Urlaub läuft“ wie am Strand zu stehen und festzustellen, dass du nur Wollsocken und Kuschelpulli zur Auswahl hast. Außerdem gehören Unterwäsche und die Basics rein, die man wirklich sofort braucht, also Ladekabel, eventuell Kontaktlinsen oder Brille und alles, was du am Urlaubsort nur schwer oder teuer nachkaufen kannst.
Warum ich da so konsequent bin, hat einen sehr realen Hintergrund. In New York war unser Flug überbucht und wir konnten nicht mitfliegen. Soweit schon nervig. Richtig spannend wurde es aber beim Gepäck, denn das haben wir nicht zurückbekommen, weil es direkt auf einen Ersatzflug umgebucht wurde. Die Fluggesellschaft hat uns zwar für eine Nacht ein Hotel organisiert, was erstmal nett klingt, aber rate mal, was wir nicht hatten: Zahnbürste, Kamm, Duschzeug, irgendwas zum Frischmachen. Wir standen also im Hotelzimmer wie zwei Menschen, die gerade aus einem Survival Experiment entlassen wurden, nur ohne Ausrüstung.
Seitdem gilt für mich: Ein paar Hygiene Basics und ein Mini Wechsel Outfit gehören ins Handgepäck, egal wie optimistisch ich gerade bin. Du hoffst, dass du es nie brauchst, aber wenn doch, fühlst du dich plötzlich wie ein Genie.
Ich nutze gern kleine Döschen und Quetschbehälter und fülle mir wichtige Sachen um, um Platz zu sparen. Damit nichts auslaufen kann, kommt alles in eine durchsichtige Tasche. So gibt es auch keine Probleme bei der Security.
Beuge Erkältung & Halsschmerzen vor
Langstreckenflüge sind für den Hals ungefähr das, was ein Föhn für eine Zimmerpflanze ist: trocken, anstrengend und irgendwann merkst du es. Die Kabinenluft hat wenig Feuchtigkeit, du redest vielleicht mehr als sonst, schläfst mit offenem Mund oder sitzt genau in der Luftdüse, die dich die nächsten zehn Stunden konsequent „anpustet“. Ergebnis: kratziger Hals, trockene Nase, und am nächsten Tag klingt deine Stimme wie ein altes Radio. Muss nicht sein, wenn du ein paar simple Dinge vorher und währenddessen machst.
Der wichtigste Punkt ist Feuchtigkeit von innen. Trink regelmäßig Wasser, am besten in kleinen Schlucken über den Flug verteilt. Wenn du Elektrolyte dabei hast, umso besser, weil du damit nicht nur Flüssigkeit, sondern auch Mineralstoffe nachlieferst und dich insgesamt weniger „ausgetrocknet“ fühlst. Dazu passt auch warmer Tee, wenn du den gut verträgst. Heißes Wasser bekommst du oft vom Kabinenpersonal, und wenn du eigene Teebeutel dabei hast, hast du sofort eine angenehme Lösung gegen das Kratzen.
Dann kommt der zweite Gamechanger: Schütze deinen Hals vor Dauerzugluft. Diese kleine Lüftungsdüse über dem Sitz ist praktisch, aber sie kann dir auch den Hals ruinieren, wenn sie direkt auf dich zeigt. Stell sie so, dass sie nicht permanent ins Gesicht oder auf den Hals pustet. Und pack dir ein großes Halstuch ein. Das ist im Flugzeug nicht nur Style, sondern Wetterschutz. Wenn es kalt wird, hält es warm, und wenn die Klimaanlage mal wieder übermotiviert ist, verhindert es, dass du dich die ganze Zeit verkrampfst.
Wenn du zu trockener Nase neigst, sind Meerwasser Nasensprays eine sehr entspannte Option, weil sie die Schleimhäute befeuchten. Gerade trockene Schleimhäute sind anfälliger, und wenn du sie gut in Schuss hältst, fühlst du dich insgesamt deutlich besser. Dazu Lippenpflege, weil auf Langstrecke sonst irgendwann alles spannt und du dich fragst, wie du in drei Stunden so trocken werden konntest.
Ein weiterer Punkt, der oft unterschätzt wird: Schlafen macht dich nicht automatisch fit, wenn du dabei auskühlst. Wenn du im Sitzen wegdöst und deine Klimaanlage ballert, wachst du gern mit steifem Nacken und kratzigem Hals auf. Deshalb lieber im Zwiebellook reisen, Socken anziehen, Pulli parat haben und den Hals geschützt halten. Du willst schlafen, nicht konserviert werden.
Und ganz ehrlich, manchmal ist der beste Erkältungsschutz auch einfach Hygiene. Gerade auf Langstrecke fasst man alles an, was tausend andere Menschen auch anfassen. Ein kleines Desinfektionsgel oder zumindest gründliches Händewaschen vor dem Essen kann helfen, damit du nicht aus dem Flieger steigst und dir direkt den ersten Urlaubstag mit Schnupfen verschenkst.
Langstrecke ohne Drama beginnt im Handgepäck
Handgepäck ist auf Langstrecke nicht einfach „eine Tasche“. Es ist deine persönliche Überlebensstation. Denn sobald du im Flieger sitzt, gilt: Alles, was du jetzt nicht dabei hast, bekommst du entweder gar nicht oder nur zu Preisen, bei denen du kurz überlegst, ob du stattdessen einfach meditierst und den Hunger wegatmest.
Erstmal die Spielregeln, bevor du packst
Größe und Gewicht fürs Handgepäck sind je nach Airline unterschiedlich, aber oft liegst du ungefähr bei 55 cm x 40 cm x 25 cm und 7 bis 12 kg. Bevor du dich also in falscher Sicherheit wiegst: Check die Vorgaben deiner Fluggesellschaft kurz vor dem Flug. Das dauert zwei Minuten und spart dir später den Moment am Gate, in dem du plötzlich versuchst, eine Jacke, ein Buch und eine Powerbank „unauffällig“ in deine Hosentaschen zu stopfen.
Meine Handgepäck Wahl, klein aber clever
Ich nehme als Handgepäck meist entweder einen Kamerarucksack oder meinen Kånken. Der Kånken ist mit 40 cm x 28 cm x 16 cm so kompakt, dass er bei wirklich jeder Airline entspannt durchgeht. Dazu hat er ein gepolstertes Laptopfach, was fürs Organisieren richtig praktisch ist. Einziger Punkt: Wenn ich viel Kameraequipment dabei habe, bekommt das manchmal eine Extra Tasche, weil Objektive und Co. zwar wichtig sind, aber im Kånken sonst schnell „Tetris auf schwer“ werden.
Flüssigkeiten, das berühmte 100 ml Theater
Seit 2006 sind Flüssigkeiten im Handgepäck streng geregelt. Und ja, „Flüssigkeiten“ sind auch Cremes, Gels und alles, was sich so anfühlt, als könnte es theoretisch laufen. Du darfst nur Behälter bis maximal 100 ml mitnehmen und die müssen alle zusammen in einen durchsichtigen, wiederverschließbaren Beutel mit maximal 1 Liter Volumen. An der Sicherheitskontrolle musst du den Beutel separat vorzeigen. Das ist kein Drama, wenn du es vorbereitet hast. Wenn nicht, wird’s schnell zu einem Live Puzzle unter Zeitdruck.
Das gehört ins Handgepäck, damit du nicht improvisieren musst
Damit du auf Langstrecke wirklich entspannt bist, packe ich die Dinge ein, die entweder wichtig, teuer oder schwer nachkaufbar sind.
Ganz vorne stehen alle wichtigen Dokumente wie Reisepass, Flugtickets und alles, was du fürs Einreisen brauchst. Dazu kommen Bargeld und Kreditkarten, weil Technik manchmal streikt und du nicht am Zielort mit einem traurigen Blick bezahlen willst. Alles Wertvolle gehört ebenfalls ins Handgepäck, also Kamera, Objektive, Drohne und generell alles, bei dem du beim Gedanken an den Gepäckraum sofort Puls bekommst.
Elektronik ist ein eigenes Kapitel: Laptop oder Macbook, Ladekabel, Smartphone, Kopfhörer und eine Powerbank, weil Steckdosen im Flieger manchmal mehr Mythos als Realität sind. Eine wiederverwendbare Trinkflasche nehme ich ebenfalls immer mit, leer durch die Kontrolle, danach auffüllen, weil Wasserpreise nach der Sicherheitskontrolle manchmal frech sind.
Für den Magen packe ich Snacks ein, die satt machen und nicht auslaufen. Obst, Nüsse, belegte Brote oder Riegel sind perfekt, vor allem wenn das Bordessen klein ausfällt oder du einfach früher Hunger bekommst als der Bordwagen.
Komfort ist auf Langstrecke nicht optional, sondern Pflicht. Ein Halstuch oder dünner Schal ist genial, weil es warm hält und gleichzeitig als Mini Decke funktioniert. Dazu Kompressionsstrümpfe oder Kuschelsocken, je nachdem, ob du Team Durchblutung oder Team Gemütlichkeit bist. Für Schlaf und Ruhe kommen bei mir oft Ohropax und eine Schlafmaske mit, und wenn ich Platz habe, auch ein Nackenkissen, gern aufblasbar, weil es im Gepäck nicht so viel Raum klaut.
Hygiene und Frische sind die heimlichen Helden: Zahnbürste plus Zahnputztabletten oder kleine Zahnpasta, Erfrischungstücher, Deostick und ein bisschen Hautpflege wie Gesichtscreme, Lippenpflege, Handcreme und eventuell kühlendes Augengel. Wenn du Kontaktlinsen trägst, sind Brille und Augentropfen wirklich Gold wert, weil Kabinenluft die Augen gern trockenlegt.
Und dann gibt es die Kategorie „ich bin vorbereitet, weil ich mich kenne“: Medikamente, Taschentücher, Halsbonbons, ein Buch oder E Reader, eventuell Zeitschriften und ganz wichtig ein Kugelschreiber, weil Einreisekarten genau dann auftauchen, wenn niemand einen Stift hat.
Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, packst du außerdem ein kleines Stück Notfallkleidung ein, also Unterwäsche und ein leichtes Outfit. Nicht, weil du es einplanst, sondern weil es dich rettet, falls dein Koffer auf eigene Reise geht.
Wenn du willst, mache ich dir daraus eine ultrakurze Version für deinen Blog, einmal als knackigen Abschnitt plus eine Mini Checkliste, die man easy überfliegen kann.
Beschäfitgung während dem Flug
Auf Langstrecke gibt es diesen Moment, in dem du aufs Display schaust und denkst: Das kann nicht ernst gemeint sein. Damit du nicht jeden Minutenzeiger persönlich nimmst, brauchst du ein kleines Beschäftigungs Setup, das dich durch den Flug trägt und den Kopf ruhig hält.
Filme und Serien sind der Klassiker, aber verlass dich nicht nur aufs Bord Entertainment. Lad dir vorher ein paar Folgen, Podcasts oder Hörbücher aufs Handy oder Tablet, dann bist du unabhängig, falls die Auswahl mau ist oder der Bildschirm streikt. Und ja, auch Netflix lässt dich Inhalte herunterladen, damit du sie offline schauen kannst. TikTok geht ebenfalls, du kannst Videos zum Offline Schauen speichern, was auf Langstrecke überraschend gut funktioniert, wenn du einfach nur abschalten willst.
Wenn du weniger Bildschirm willst, sind Buch oder E Reader perfekt, leicht, unkompliziert und ideal, wenn du einfach abschalten möchtest. Und wenn dein Gehirn gerade keine Lust auf schwere Kost hat, funktionieren auch kurze Formate wie Magazine oder Artikel.
Richtig gut sind außerdem Offline Sachen, die dich beruhigen: ein kleines Reisetagebuch, Notizen für deinen Trip, Listen mit Plänen oder Content Ideen. Langstrecke ist oft der einzige Ort, an dem dich niemand dauernd ablenkt, das kann man ausnutzen. Und wenn du schnell unruhig wirst, hilft Abwechslung: Denk in Etappen statt in Stunden. Erst Essen, dann Film, dann etwas schlafen, kurz aufstehen, Podcast, nochmal Film. So wirkt alles kürzer.
Für zwischendurch sind Offline Spiele top. Du kannst dir vorher Offline Games herunterladen, damit du nicht auf WLAN angewiesen bist, denn das ist im Flieger manchmal eher ein teures Experiment. Wenn du zu zweit unterwegs bist, sind Mini Kartenspiele oder kleine Reisespiele genial, die kaum Platz wegnehmen und die Zeit richtig gut fressen. Und wenn Kinder dabei sind, sind einfache Klassiker wie Taschenbingo oder Stadt Land Fluss perfekt, weil sie ohne viel Zeug funktionieren und trotzdem lange beschäftigen.
Das Ziel ist nicht, dich zwölf Stunden zu bespaßen, sondern die Zeit in kleine, machbare Blöcke zu teilen. Dann fühlt sich Langstrecke nicht endlos an, sondern einfach nur wie ein langer, aber gut geführter Tag.
Ich habe folgendes gerne dabei : Skipbo, Noise cancelling Kopfhörer und Adapter fürs Flugzeug Rätzelbuch, Reisetagebuch
Stell dich direkt auf Ortszeit ein
Sobald du gelandet bist, beginnt der wichtigste Teil im Kampf gegen Jetlag: du lebst ab jetzt nach Ortszeit. Auch wenn du dich fühlst wie ein zerknittertes Handgepäck Etikett und am liebsten sofort ins Bett fallen würdest, bringt genau das dich oft in die Jetlag Falle. Viel besser ist es, dich bis zum Abend wach zu halten, damit dein Körper schneller versteht, welcher Film hier gerade läuft.
Ich mache es meistens so: Erstmal ab unter die Dusche, weil das wie ein Reset Knopf wirkt. Danach gehe ich je nach Uhrzeit richtig frühstücken oder Mittagessen, einfach damit der Körper merkt, dass jetzt ein neuer Tagesablauf gilt. Und dann kommt mein persönlicher Luxusmoment: ein echter Kaffee, weil ich diese Flugzeug Brühe wirklich nicht ernst nehmen kann. Anschließend versuche ich mich irgendwie bis zum Abend durchzuschleppen, am besten mit Tageslicht und ein bisschen Bewegung, damit der Kreislauf mitzieht.
Wenn es dann endlich Abend ist, gehe ich bewusst früh schlafen. So wache ich am nächsten Morgen deutlich fitter auf und starte nicht komplett neben der Spur in den ersten Urlaubstag.
Schlafmission im Flugzeug - schnell ankommen
Ganz ehrlich: Auf Langstrecke ist Schlaf der beste Zeitreisetrick. Je mehr du im Flieger schläfst, desto schneller fühlt sich der Flug an und desto weniger kommst du am Ziel wie ein wandelnder Knautschball an. Damit das klappt, brauchst du nicht zwingend First Class, sondern ein paar smarte Helfer und ein kleines Schlaf Setup, das wirklich funktioniert.
Das Wichtigste ist für mich eine gute Nackenstütze. Ohne Nackenkissen macht dein Kopf irgendwann diesen klassischen „ich nicke weg und erschrecke mich selbst“ Move. Ich nutze seit Jahren am liebsten ein befüllbares Nackenkissen, weil ich es individuell anpassen kann, je nachdem, wie viel Stütze ich gerade brauche. Und jetzt kommt der heimliche Bonus, den ich liebe: du kannst damit auch zusätzliches Gepäck schmuggeln, ohne dass dein Handgepäck explodiert. Statt Luft stopfst du einfach weiche Sachen rein, zum Beispiel ein T Shirt, einen dünnen Pulli, Schal oder Socken. Zack, Nackenkissen und extra Stauraum in einem. Wichtig ist nur, dass du es nicht zu hart packst, sonst wird aus Nackenstütze ein Betonring.
Der zweite Gamechanger ist Ruhe. Wenn du Noise Cancelling Kopfhörer hast, nutz sie. Dieses konstante Flugzeugrauschen ist nämlich nicht laut, aber es ist dauerhaft da und genau das macht müde auf eine schlechte Art. Mit Noise Cancelling wird es plötzlich viel leichter, runterzufahren. Wenn du keine Kopfhörer hast, tun es auch Ohropax, Hauptsache dein Kopf bekommt weniger Input. Um deine eigenen Kopfhörer nutzen zu können benötigst du einen Adapter um dich zu verbinden.
Dann brauchst du Dunkelheit. Eine gute Schlafmaske ist im Flieger nicht Luxus, sondern Pflicht, weil irgendwo immer ein Bildschirm leuchtet, jemand sein Leselicht anmacht oder die Kabine wieder hell wird, wenn du gerade endlich eingeschlafen bist. Maske drauf und du hast wenigstens Kontrolle über deinen eigenen Mini Nachtmodus.
Fürs Körpergefühl gilt: warm und gemütlich, aber nicht eingepackt wie ein Umzugskarton. Kuschelsocken oder warme Socken sind bei mir ein Muss, weil kalte Füße sofort jeden Schlafversuch sabotieren. Wenn du eine leichte Decke oder ein großes Tuch dabeihast, umso besser, denn manche Flugzeuge sind gefühlt auf Kühlschranktemperatur eingestellt. Bonus, wenn du es dir so einrichtest, dass du nicht ständig nachjustieren musst.
Und wenn du wirklich in den Komfortmodus willst, ist eine kleine Fußablage oder Fußstütze ein überraschend gutes Gadget. Das nimmt Druck von den Beinen, hilft dir eine entspanntere Position zu finden und macht das Sitzen weniger anstrengend, vor allem wenn du nicht zu den Menschen gehörst, die in Economy automatisch in Yoga Position einschlafen können.
Was ich dagegen nicht empfehle: Schlaftabletten oder Beruhigungsmittel auf eigene Faust. Im Flieger willst du nicht experimentieren, schon gar nicht, wenn du danach noch durch Immigration, Gepäck und Transfer musst. Wenn du Einschlafprobleme hast, mach es lieber soft: Ohropax oder Noise Cancelling, Schlafmaske und ruhige Musik. Viele Airlines haben Entspannungsmusik im Entertainment Programm, und sonst nimm dir einfach eine eigene Playlist oder Meditations Sounds mit. Damit kommst du in den Schlaf, ohne dass du dich am Ende fühlst, als hätte jemand deinen Kopf in Watte gepackt.







