Mietwagen gratis - geht nicht ? ...gibts nicht ! So gehts!
Stell dir vor, du bekommst einen Mietwagen, fährst eine richtig schöne Strecke und zahlst dafür nicht den typischen Urlaubs Preis, sondern eher „Symbolbetrag“. Klingt erst mal nach Märchen. Ist aber in vielen Fällen einfach Logistik.
Überführungsfahrten heißen oft Relocation. Dahinter steckt ein simples Problem der Vermieter: Autos stehen am falschen Ort. Am Flughafen A stapeln sie sich, am Flughafen B fehlen sie. Also muss ein Fahrzeug zurück oder in eine andere Station. Und genau da kannst du ins Spiel kommen.
Du fährst das Auto dorthin, wo es gebraucht wird. Der Vermieter spart Transportkosten. Du bekommst dafür einen sehr günstigen Mietpreis, manchmal sogar inklusive Extras. Win Win, solange du die Regeln kennst.
Was genau ist eine Überführungsfahrt
Bei einer Überführungsfahrt mietest du ein Fahrzeug für eine feste Strecke und einen festen Zeitraum.
Du holst es an Ort A ab und gibst es an Ort B ab. Oft ist das Zeitfenster knapp. Zum Beispiel 24 bis 72 Stunden.
Diese Angebote entstehen nicht, weil Vermieter großzügig sind, sondern weil sie ein echtes Problem lösen müssen. Das ist der Grund, warum es manchmal fantastische Deals gibt und manchmal gar keine.
Für wen lohnt es sich ?
Überführungsfahrten sind perfekt wenn du fleibel bist.
Das passt zu dir, wenn du
• spontan reisen kannst
• keine Angst vor festen Zeitfenstern hast
• sowieso von A nach B musst
• Roadtrip Feeling willst, ohne Roadtrip Preis
Roadtrip ohne Mietwagenpreis:
Überführungsfahrten kurz erklärt
In Deutschland läuft das Ganze inzwischen ziemlich easy online. Viele Vermieter stellen ihre Überführungsfahrten ins Netz und du kannst damit für kleines Geld oder manchmal quasi gratis durchs Land rollen. Und nein, das ist nicht nur „ein klappriger Kleinwagen für Mutige“. Da ist alles dabei, was Räder hat, vom Mini für die City bis zur dicken Limousine, teilweise sogar Transporter. Du bekommst im Prinzip einen Wagen, weil er woanders gebraucht wird, und du bist der kostengünstige Bringdienst mit Urlaubsgefühl.
Der Deal hat nur zwei typische Spielregeln. Erstens, du fährst die Strecke nicht als Weltreise, sondern eher zielgerichtet, weil das Auto eben an einem bestimmten Ort ankommen muss. Zweitens, es gibt fast immer ein Zeitfenster. Heißt, du musst innerhalb einer vorgegebenen Frist abgeben. Das ist kein Drama, aber du solltest es vorher wissen, sonst wird aus „Schnäppchen“ schnell „Stress“.
Damit du überhaupt buchen kannst, gibt es je nach Anbieter ein paar Voraussetzungen. Alter und Fahrpraxis sind die Klassiker. Oft geht es ab 18, häufig mit mindestens einem Jahr Führerschein. Aber das ist nicht überall gleich, manche setzen je nach Fahrzeugklasse höher an. Deshalb immer kurz die Bedingungen beim konkreten Angebot checken. Und fast immer brauchst du für die Kaution eine Kreditkarte auf den Namen des Fahrers. Ohne die wird es an vielen Stationen schwierig.
Zu den Plattformen. Früher war Starcar ein bekannter Name für solche kostenlosen Fahrten. Wichtig dabei, Starcar hat den Betrieb Ende 2025 eingestellt, also nicht wundern, wenn du es nicht mehr findest. Stattdessen lohnt sich der Blick auf Relocation Sammelseiten, die Angebote verschiedener Vermieter bündeln. Da siehst du Route und Zeitraum direkt bei der Reservierung und kannst gezielt eine Strecke auswählen. Manche Deals sind besonders attraktiv, weil die erste Tankfüllung inklusive ist und du den Wagen leer zurückgeben darfst. Der kleine Haken bei solchen Sammelangeboten ist manchmal, dass du vorher nicht exakt weißt, welches Modell du bekommst. Das kann dann entweder ein netter Bonus sein oder ein Überraschungsei, je nachdem, wie wichtig dir der Fahrzeugtyp ist.
So ist der Ablauf
Du findest ein Angebot mit Route, Zeitraum und Bedingungen.
Du buchst, oft online, manchmal mit kleiner Gebühr.
Du holst das Auto an der Station ab.
Du bringst es innerhalb der Frist zum Zielort.
Du gibst es pünktlich ab, idealerweise mit kurzer Rückgabe Bestätigung.
Wichtig ist, dass du die Bedingungen wirklich liest. Bei Überführungen gelten oft strengere Regeln als bei normalen Mieten.
Die häufigsten Bedingungen und typische Stolperfallen
Zeitfenster
Das ist der wichtigste Punkt. Wenn du zu spät abgibst, wird es schnell teuer.
Strecke
Viele Vermieter erwarten eine direkte oder sinnvolle Route. Manche schließen Offroad, Strandfahrten oder bestimmte Regionen aus. Das ist besonders wichtig in Ländern wie Australien, wo man schnell auf Straßen kommt, die im Mietvertrag nicht erlaubt sind.
Fahrzeugtyp
Du bekommst oft nicht die freie Auswahl. Manchmal ist es fix, manchmal wird die Klasse erst vor Ort klar.
Kilometer
Manchmal sind sie frei, manchmal begrenzt. Bei langen Strecken sind unbegrenzte Kilometer Gold wert.
Versicherung
Relocation ist kein Freifahrtschein. Prüfe Selbstbeteiligung, Glas, Reifen, Unterboden, Dach. Genau das sind die Klassiker, die später wehtun.
So findest du gute Angebote
Du findest Überführungsfahrten meist auf Relocation Plattformen oder bei Vermietern, die solche Strecken als Specials einstellen. Suchbegriffe, die funktionieren:
• relocation rental car
• campervan relocation
• vehicle transfer rental
• Überführungsfahrt Mietwagen
• 1 euro rental car one way
Tipp: Such nicht nur nach deinem Wunschziel. Such nach Richtungen. Viele Deals sind zwischen großen Hotspots, Flughäfen und Saisonregionen.
Tipps, damit der Deal wirklich ein Deal bleibt
• Plane Puffer ein. Abgabezeiten sind nicht verhandelbar.
• Buch nur, wenn du die Strecke realistisch schaffst.
• Mach bei Abholung ein Video und Fotos, außen und innen.
• Lass vorhandene Schäden ins Protokoll eintragen.
• Check Tankregelung. Voll Voll ist meistens am fairsten.
• Speichere Notfallnummern der Station ab.
• Wenn du Mautstraßen erwartest, kläre vorher, ob ein Toll Pass aktiv ist und welche Gebühren anfallen.
Checkliste - wie du am besten vorgehst
Meist gestellen Fragen
Wirklich legal und seriös ?
Ja, wenn du über seriöse Anbieter buchst und die Bedingungen klar sind. Es ist ein normales Mietverhältnis, nur mit speziellem Zweck.
Kann verlängert werden?
Eine Verlängerung ist manchmal möglich, aber rechne nicht damit. In den meisten Fällen geht es nur zum normalen Tarif und nur, wenn das Fahrzeug nicht schon direkt weiter verplant ist. Und genau da liegt der Knackpunkt: Bei Relocation Fahrten soll der Wagen an einen bestimmten Ort, weil er dort gebraucht wird. Oft ist er sogar schon für den nächsten Kunden eingeplant. Deshalb ist „ich häng noch zwei Tage dran“ meist schwierig oder gar nicht machbar.
Relocation ist eben eine Überführung mit klarer Mission, keine flexible Langzeitmiete.
Was ist mit dem Sprit?
Manche Deals geben Sprit Zuschüsse oder erste Tankfüllung. Das steht immer im Angebot. Nichts annehmen, was nicht schriftlich drinsteht.






